Padua,
die Hauptstadt der italienischen Provinz Padua in der Region Veneto (Venetien),
liegt in der östlichen Poebene, etwa 35 km westlich von Venedig. Auf Grund
ihrer Lage am Kreuzungspunkt mehrerer wichtiger Verkehrswege hat sich die Stadt
zu einem bedeutenden Handels- und Industriezentrum entwickelt. In Padua finden
mehrere internationale Messen statt, daneben gehören der Maschinen- und
Fahrzeugbau, die Nahrungsmittel- und die Lederindustrie, die chemische Industrie
sowie der Fremdenverkehr zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen. Padua ist Sitz
eines Bischofs und einer bedeutenden Universität, die, 1222 gegründet, eine
der ältesten Hochschulen Europas ist und im ausgehenden Mittelalter ein Zentrum
des Humanismus war. Außerdem sind in Padua eine Kunstakademie, mehrere
wissenschaftliche Institute, Museen, Gemäldegalerien, Bibliotheken und der
älteste botanische Garten Europas (1545 angelegt) beheimatet.
Einer der Hauptanziehungspunkte von Padua ist die Kirche Sant'Antonio,
auch Il Santo genannt, eines der bekanntesten und meistbesuchten Wallfahrtsziele
in Italien. In der Kirche, die ab 1232 im venezianisch-byzantinischen Stil
errichtet wurde, befindet sich die Grabstätte des heiligen Antonius, der hier
in der Stadt wirkte; die reiche Innenausstattung der Kirche stammt u. a. von
Donatello (Hochaltar). Auf dem Platz vor der Kirche steht das berühmte
Reiterstandbild des Gattamelata von Donatello. Ebenfalls an diesem Platz
befindet sich die Scuola del Santo aus dem 15./16. Jahrhundert mit Fresken u. a.
von Tizian sowie das Museo Civico mit u. a. Gemälden venezianischer Meister.
Die so genannte Arenakapelle, eigentlich Cappella degli Scrovegni, neben den
Ruinen des römischen Amphitheaters, beherbergt einen umfangreichen
Freskenzyklus von Giotto; die Fresken entstanden um 1305/06 und zählen zu den
bedeutendsten Werken des Florentiner Malers. In der ab 1276 errichteten Chiesa
degli Eremitani befindet sich ein Freskenzyklus von Mantegna aus der Mitte des
15. Jahrhunderts; die Fresken wurden 1944 stark beschädigt, in der Folge aber
wieder restauriert. Das Baptisterium neben dem Dom wurde im 14. Jahrhundert von
Giovanni de' Menabuoi vollständig mit Fresken ausgemalt. Unter den Profanbauten
sind hervorzuheben der Palazzo della Ragione aus dem 12. bis 14. Jahrhundert,
der Palazzo del Podestà aus dem 16. Jahrhundert, die Loggia del Consiglio und
der Palazzo del Capitano.
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© 2001 Weissberg-Immobilien - letzte Aktualisierung: 13.2.2006